Moxibustion ist die Einwirkung von Wärme, konzentriert auf einen Akupunkturpunkt. Die Bezeichnung stammt aus dem japanischen, dort bedeutet `mogusa ` brennen. Die chinesische Benennung ' chiu fa ', die die gleiche Tätigkeit beschreibt hat sich dagegen im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt. Zum Moxen werden üblicherweise die getrockneten Blätter des Beifuss-Krautes (Folium artemisiae officialis) verwendet, das auch In unseren Breitengraden wächst.

Das brennende Beifusskraut erzeugt die optimale Wärme für die Energiezufuhr der Kanäle (Meridiane).

Inhaltsstoffe: ätherische Öle (Cineol und Thujaöl), Cholin, Baumharze, Vitamin A, B, C und D, Tannin, Kaliumchorid, Eisen und Magnesium. 

 

Unter dem Dach von Zhen Jiu vereint die traditionelle chinesische Medizin zwei Therapien:

1.        Die Akupunktur = das Stechen mit der Nadel

          2.   Die Moxibustion = das Brennen mit dem Kraut

Beide Therapien sind absolut unzertrennliche Zwillingsbrüder. Obwohl Zwillingsbrüder, ist die Moxibustion der große starke Bruder der vergleichs­weise kleinen Akupunktur.

'Was die Nadel nicht zu heilen vermag, dagegen wirkt das Moxen' was bedeutet: Dort wo die Akupunktur an die Grenzen der Therapie­möglichkeiten stößt, beginnt die Domäne der Moxibustion. Die Wirkung der Akupunkturnadel liegt im Verschieben von Energien. Ist ein Patient aber sehr Energie- arm oder sogar Energie- leer, kann

die Akupunkturnadel ihre Aufgabe des Energie- Ausgleichs nicht wahrnehmen. Die Moxibustion dagegen ist sehr wohl in der Lage, von außen Energie in den Körper zu bringen.