Bei der Bürstenmassage wird der ganze Körper mit Naturhaarbürsten oder Massagehandschuhen gebürstet. Für die Bürstenmassage können auch andere Massageprodukte aus rauem Naturfaser-gewebe (Hanf oder Sisal) oder Luffaschwämme verwendet werden. Naturhaarbürsten sind zur Massage sowohl in trockenem als auch in feuchtem Zustand geeignet. Wenn Naturhaarbürsten verwendet werden sollte die Borstenstärke der Hautempfindlichkeit entsprechend gewählt werden.
Bürstenmassagen haben eine die Durchblutung fördernde und den Kreislauf anregende Wirkung und dienen als vorbeugende Gesundheitsmaßnahme der Infektabwehr und der Steigerung der Leistungsfähigkeit. Die Tätigkeit des Bürstens wirkt beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Da durch eine Bürstenmassage die Durchblutung der
Haut angeregt wird und abgestorbene Hautzellen entfernt werden, dient sie auch der Verjüngung der Haut und unterstützt die Entgiftung.

Eine Rötung der Haut ist in diesem Zusammenhang völlig normal.
Bürstenmassagen können auch gegen Migräneund Cellulitis helfen. Die Wirkung einer Bürstenmassage kann durch anschließende Wechselduschen oder abschließendes Einölen erhöht werden. Empfindliche Krampfadergebiete sollte man bei der Bürstenmassage allerdings aussparen.

Regelmäßige Bürstenmassage: Positive Wirkungen von Kopf bis Fuß

Eine regelmäßige Bürstenmassage hat positive Wirkungen auf den gesamten Organismus (entweder direkt oder reflektorisch über Nervenverschaltungen und Signalstoffe). Durch das leichte Streichen der Haut werden vermehrt gefäßaktive Stoffe (Histamine) gebildet, die das Herz-Kreislauf-System anregen (wichtig zum Beispiel bei zu niedrigem Blutdruck). Eine Bürstenmassage verbessert die Durchblutung der Haut. Dadurch fließt das Blut des Körpers vermehrt in das feine Kapillarsystem unseres größten Organs. Durch diese Umverteilung des Blutes kann es Verringerung des Blutwiderstandes in den größeren Adern zu einer Absenkung eines erhöhten Blutdrucks (Hypertonie) kommen. Menschen mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (Rheuma, Polyarthritis, Arthrose und andere) können sowohl durch vermehrte Durchblutung als auch eine Anhebung der Schmerzschwelle Erleichterung ihrer chronischen Beschwerden erfahren. Durch die verstärkte Haut-Durchblutung wird zudem der Rückstrom des Blutes in Richtung Herz angeregt, wodurch der Venen- und Lymphfluss vermehrt wird (wichtig zum Beispiel bei “dicken Füßen“ oder anderen verstärkten Wasser-Einlagerungen). Und nicht zuletzt verbessert regelmäßiges Bürsten die Hautelastizität wesentlich (gut zum Beispiel bei “Orangenhaut“) und aktiviert das Abwehrsystem des Körpers, dessen Funktionen wesentlich in der Haut gelagert sind (zum Beispiel Vitamin D-Bildung). Nicht umsonst ist die Bürstenmassage ist ein klassisches Verfahren der „Abhärtung“